Katze Xena, Kevin die Stoffratte

Gründe wie Sand am Strand, oder der lange Weg zum zweiten Post

Was bisher geschah.

Im November setzte ich alles daran, eine vernünftige Website zu erstellen. Natürlich selbst gemacht. Als Deadline bot sich die Veröffentlichung meines ersten Heftromans an. Wie immer verstrich die Zeit zu schnell. WordPress-PlugIns verweigerten ihren Dienst, das Design durchlief unzählige Revisionen und die Pflichttexte für die Internet-Präsenz stellten sich nicht von selbst ein.
  Am 15.12.2015 ging Drachensachen.at online. Bei der Übertragung auf den Server verabschiedeten sich Layout und Formatierung. Auf den Newsletter verzichtete ich, da ich keinen Nerv mehr hatte gegen Wind und Wetter der CMS-Software anzutreten ...
Die Website verlangte mir mehr Energie ab, als erwartet. Ich behaupte einfach, dass dies der Grund für die lange Dauer bis zum zweiten Blog-Eintrag ist.

Jetzt habe ich ein klein wenig gelogen. 🙂
Gründe sind wie Sand. Es gibt verdammt viel davon ...

In die Perfektionismus-Falle getappt

Wenn ich schon ein Blog betreibe, dann soll es nur tolle Posts geben. Informativ, erhellend, (be)merk(ens)würdig und fehlerfrei. - Anforderungen wie geschaffen, um jeden einzelnen Artikel im Keim zu ersticken.
  Dabei sind Themen nicht das Problem. Ich kann über meine Arbeit an den (Maddrax-)Romanen berichten, wie ich zu Maddrax kam, über Fallstricke und Gemeinheiten von Autoren-Websites, Erfahrungen und Erkenntnisse eines Autors. Über das Leben selbst.
  [Stimme im Kopf: »Perfektion lässt weder Raum noch Zeit zu atmen. - Albert Einstein ist definitiv zu früh gestorben. Hätte mit dem Burschen gerne über Raumzeit gequatscht.«]

Von der Unsicherheits-Blockade gestoppt

Josef Hader sagte einmal: »Hoit de Papn, donn was kana, dass’s bled bist.« (In den sozialen Medien gibt es viele Menschen, die sich diesen Ausspruch zu Herzen nehmen sollten.)
  Unsicherheit und Perfektionismus gehen oftmals Hand in Hand. Reichen eine Shortlist-Nominierung, ein Treppchenplatz bei einem Wettbewerb und positives Feed-back bei Schreibworkshops (siehe Michael Marcus Thurners großartige Veranstaltungen)? Was soll ich großartige Erkenntnisse hinaustrompeten, wenn meine letzte Veröffentlichung mehrere Jahre zurückliegt?
  Was, wenn die Romane bei Lektor und/oder Leser nicht ankommen, weil der Stil altbacken, die Bilder schief und die Dialoge hölzern sind?
  [»Dann werden sie es mir sagen, und ich werde daraus lernen.«]

Eine Aversion gegen Dampfplauderer

Erzähle von deinen Plänen und Taten. Kannst du nicht von beidem berichten, dann prüfe die Luft nach Gestank und suche den begrabenen Hund.
Auch wenn sinnigerweise Taten auf Pläne folgen, muss ich zuerst Taten vorweisen. Nur so unterfüttere ich künftige Pläne mit Glaubwürdigkeit. Keinesfalls möchte ich groß daherschwafeln und dann nichts abliefern.
  [»Ich habe in den letzten Monaten mehrere Beiträge für Maddrax abgeliefert: einen Einzelroman, eine Kollaboration und sogar einen Doppelband. Wenn dies nicht von meinen Taten zeugt, was dann?«]

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Das Leben findet einen Weg

Es ist immer etwas los; für den Schwager ein Video schneiden, nicht enden wollende letzte Handgriffe an der Baustelle (die Sockelleisten sind noch immer nicht montiert), Haustiere, die ständig auf der falschen Seite einer geschlossenen Tür stehen und lautstark darauf hinweisen ...
  Unnötige Unterbrechungen, wie die Bosheit der leblosen Dinge. Beispielsweise Bluescreen Meldungen aus heiterem Himmel an zwei Rechnern, gefolgt von herumschrauben, um defekte Komponenten zu isolieren. Oder wie meine liebe Frau zu ihrer Schwester sagt: »Der Computer hat einen Namen bekommen. Wolfgang nennt ihn ‚blödes Drecksding‘.«
  Wichtige Ereignisse, wie die erfolgreiche Familienexpansion, deren Ergebnis Oskar Vincent Samwise einfach nur super, cool und genial ist!
  [»Das Leben wird immer so sein, wie es ist: in Bewegung und unberechenbar. - Komm damit klar.«]

Beharrlichkeit ist eine Tugend

Die Bequemlichkeit der Couch samt Berieselungs-Modus verlassen. Nicht Brot und Spiele 24/7, sondern kreieren, terraformen und Neuland betreten. Wie beim Radfahren lernen voller Inbrunst auf die Schnauze fallen und trotzdem gleich wieder aufsteigen.
  Ich stehe auf Geschichten, ich liebe das Schreiben und die verrückten Ideen, die ich dabei verwirklichen kann - auch wenn sie meist nicht einmal bis zum Lektor kommen.

Die Technik hinter der Website steht und ich kann sie mir schon wieder ohne Kopfschmerzen ansehen. Es ist an der Zeit, mit Blog-Posts zu beginnen, und am besten schreibe ich viele davon. - Je zahlreicher die Ratten, umso eher geht eine in die Falle. (Nicht weil sie ungeschickt ist, sondern weil sie von den bös meinenden Rattenbrüdern und -schwestern hineingestoßen wird. Gemäß dem Leitspruch der Musketiere: »Alle für einen und einer für alle.«)

Pläne folgen den Taten

oskarZurück zu meinen Plänen. Ganz oben auf meiner ToDo-Liste steht: Ideen notieren und an den verrückten Mike schicken, damit wir zum nächsten Maddrax-Roman brainstormen können. Stoff gibt es genug und ich bin sicher, dass viele Fans froh sind, wenn endlich ... [Zensur] ...   😉
  Außerdem sollte ich in absehbarer Zeit einen weiteren Blog-Eintrag verfassen. Ich mag den Titel dieses Beitrags. Überhaupt mag ich Titel. Beispielsweise haben alle Kapitel meiner Maddrax-Romane einen Titel. Ich sollte einen Blog-Post dazu verfassen.  🙂

Bleibt fantastisch
Wolfgang aka Wolf

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